Beschreibung
Städte prägen den Alltag und im Deutschen Städtetag tauschen sie sich aus. Hier haben sich rund 3.200 Städte und Gemeinden mit rund 54 Millionen Einwohnern zusammengeschlossen. Das sind Städte von Aachen über Augsburg bis Zwickau, darunter alle Landeshauptstädte, die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen – und natürlich auch viele kleinere Städte. Der Deutsche Städtetag ist die Stimme der Städte.
Die Delegierten der Hauptversammlung haben 2025 die Hannoversche Erklärung "Zusammen sind wir Stadt: Für ein neues Miteinander" beschlossen. Städte stehen im Zentrum, wenn es darum geht, die aktuellen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und geopolitischen Herausforderungen zu meistern. Dafür brauchen sie eine starke Stimme, strukturelle und finanzielle Rückendeckung – und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe von Bund und Ländern. Die Erklärung zeigt auf, bei welchen Politikfeldern die Städte konkret Handlungsbedarf sehen.
Zum Klimaschutz werden folgende Forderungen formuliert: "Wenn Hitzewellen krank machen und Hochwasser unser Zuhause gefährdet, dann wird klar: Klimaschutz und Klimaanpassung sind zum Kernthema der Städte geworden. Wir müssen Risiken identifizieren und vorausschauend handeln, damit unsere Städte lebenswert und sicher bleiben. Durch gezielte Klimaanpassungsmaßnahmen – Stadtgrün und Wasserspeicher, hitzeresiliente Planung und Sensibilisierung der Bevölkerung – lassen sich die Folgen des Klimawandels in den Städten abmildern. Die Kosten dafür werden allein in Ländern und Kommunen auf 55 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 geschätzt. Neben den Kosten der Klimaanpassung werden auch für den Klimaschutz Zukunftsinvestitionen in Milliardenhöhe benötigt. Wir müssen mit Bund und Ländern gemeinsam klären, wie das finanziert wird. Neue Finanzierungswege sind nötig. Etwa ein Energiewendefonds, in den sowohl öffentliches als auch privates Kapital fließt. Ein zentraler Baustein für Klimaschutz in den Städten ist die Wärmewende, die gleichzeitig auch die Resilienz bei der Versorgung verbessert. Hierfür müssen Wärme-, Gas- und Stromnetze im großen Stil angefasst, Gebäude um- und Fernwärme ausgebaut werden. Vor diesem Hintergrund arbeiten die Städte mit Hochdruck an den Wärmeplanungen und suchen nach passgenauen Lösungen. Nach dem Plan beginnen die eigentlichen Herausforderungen. Dann geht es um Genehmigungen und Investitionen in die Infrastruktur. Die neue Bundesregierung darf hier keine neuen Unsicherheiten schaffen."
