Beschreibung
Die Region Augsburg wird deutlich wärmer: Seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Durchschnittstemperatur bereits um 2 Grad gestiegen. Klimamodelle zeigen, dass es ohne wirksamen Klimaschutz noch heißer wird – mit mehr Extremwetter wie Hitze, Trockenheit und Starkregen. Augsburg muss Emissionen senken und gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels werden.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die durchschnittliche Jahrestemperatur im Südbayerischen Hügelland (Memmingen – Augsburg – München – Rosenheim) bereits um 2,0 °C erhöht. Wie stark sich diese Entwicklung in Zukunft fortsetzt, hängt davon ab, welche Mengen an Treibhausgasen die Menschheit weiterhin ausstößt. Die verfügbaren Klimasimulationen zeigen einen weiteren Anstieg der Jahresmitteltemperatur. Die beiden Szenarien mit und ohne Klimaschutz unterscheiden sich besonders ab Mitte des Jahrhunderts: Bei einem ungeminderten Treibhausgasausstoß würden die Temperaturen immer stärker ansteigen. Es würde sehr warme Jahre geben, wie sie die Region bisher noch nicht erlebt hat (Bayerisches Landesamt für Umwelt: Bayerns Klima im Wandel, Klimaregion Südbayerisches Hügelland, 2021).
Zur Entwicklung der Jahrestemperaturen sowie der Eis- und Hitzetage bei der Wetterstation Augsburg gibt es Indikatoren. Die Auswertung der Temperaturreihen von 1947 bis 2025 zeigt einen klaren Erwärmungstrend für den Raum Augsburg.
Kostenfreie Temperaturdaten der Wetterstation Augsburg ab dem Jahr 1947 können u. a. über die Internetseite https://www.dwd.de/DE/leistungen/klimadatendeutschland/klimadatendeutschland.html?nn=480164 abgerufen werden. Die Entwicklung weiterer Klimaelemente (Luftdruck, Wind, Bewölkung, Schneedeckenhöhe, Sonnenscheindauer) kann ebenfalls auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes ( https://www.dwd.de) recherchiert werden.
Die für die Stadt Augsburg identifizierten stärksten Betroffenheiten des Klimawandels sind der Anstieg der Mitteltemperatur sowie die Zunahme von Extremwetterereignissen wie Hitze und Trockenperioden sowie Starkregen. Hierdurch entstehen vielfältige und weitreichende Risiken u. a. für die menschliche Gesundheit, Infrastruktur, Land- und Forstwirtschaft oder Ökosysteme. Neben weiteren Anstrengungen zur Reduktion von Treibhausgasen als wichtigster Vorsorge vor Klimafolgeschäden sind in zunehmendem Maße auch Umsetzungen zur Erhöhung der „Klima-Resilienz“ erforderlich. Dieser Begriff beschreibt die Widerstandsfähigkeit sozial-ökologischer Systeme gegenüber den Folgen des Klimawandels. Angesichts der Langfristigkeit der Veränderungen ist eine Anpassung erforderlich, um Strukturen und Funktionen sowie die biologische Vielfalt zu erhalten.
Das wichtigste auf einen Blick
- Die Region Augsburg hat sich seit 1950 um 2 Grad erwärmt.
- Ohne Klimaschutz drohen extrem warme Jahre und starke Klimaänderungen.
- Daten des DWD zeigen einen klaren Erwärmungstrend für Augsburg (1947–2025).
- Große Risiken entstehen durch Hitze, Trockenheit und Starkregen.
- Augsburg muss Treibhausgase mindern und gleichzeitig klimaresilienter werden.