Beschreibung
Neubau der Kita Fabrikstraße senkt Wärmebedarf um mehr als 90 Prozent
Der Neubau der Kita Fabrikstraße zeigt, wie stark sich Energieverbrauch und Emissionen durch moderne Bauweise senken lassen. Im Vergleich zum alten Gebäude benötigt die Kita heute mehr als 90 Prozent weniger Wärme und verursacht deutlich weniger Treibhausgasemissionen.
Der Neubau der Kita Fabrikstraße zeigt, welches Einsparpotenzial der Ersatz eines energetisch überholten Gebäudes bietet. Der Altbau aus dem Jahr 1965 wurde noch mit Erdgas beheizt. Durch den Neubau sank der witterungsbereinigte Wärmebedarf von rund 145 auf nur noch 13,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr – eine Reduzierung um mehr als 90 Prozent.
Das Erdgeschoss des Neubaus wurde in Massivbauweise, das Obergeschoss in Holzbauweise errichtet. Die Gebäudehülle übertrifft die energetischen Mindestanforderungen. Wo es technisch möglich war, kamen mineralische beziehungsweise pflanzliche Faserdämmstoffe zum Einsatz. Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung reduziert zusätzlich die Wärmeverluste.
Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Grundwasser-Wärmepumpenkaskade in Verbindung mit einer Fußbodenheizung und einem 1.200-Liter-Pufferspeicher. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage mit 18,5 Kilowattpeak und einen Batteriespeicher mit 10,5 Kilowattstunden Kapazität. Die PV-Anlage erzeugt jährlich rund 16.000 Kilowattstunden Strom, von denen etwa 9.500 Kilowattstunden direkt in der Kita genutzt werden.
Dadurch hat sich auch die Klimabilanz des Gebäudes erheblich verbessert: Die jährlichen Emissionen sanken von rund 33 auf nur noch sechs Kilogramm CO2-Äquivalent pro Quadratmeter. Das entspricht einer Verringerung um rund 82 Prozent. Der Neubau verbindet damit einen sehr niedrigen Energiebedarf mit einer klimafreundlichen Wärmeversorgung und einer hohen Nutzung selbst erzeugten Solarstroms.
Weitere Informationen zur Einrichtung gibt es hier: Kita Fabrikstraße
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Der Wärmebedarf der Kita wurde durch den Neubau um mehr als 90 Prozent reduziert.
- Eine sehr gute Dämmung und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung senken den Energieverbrauch.
- Wärmepumpen nutzen Grundwasser als klimafreundliche Energiequelle.
- Die Photovoltaikanlage erzeugt jährlich rund 16.000 Kilowattstunden Strom.
- Die Treibhausgasemissionen wurden um rund 82 Prozent verringert.
